EINBLICK HR 2019

A team comes true: Was Teams wirklich erfolgreich macht

Bereits zum dritten Mal in Folge startete am 18. September 2019 die Veranstaltung EINBLICK HR. Gastgeber waren die Kölner Beratungsgesellschaften managerberater und SKOPOS VIEW. Unter dem Motto „A Team comes true – Was Teams wirklich erfolgreich macht!“ fanden zahlreiche HR-Professionals über den Dächern der Domstadt zusammen, um sich von spannenden Vorträgen zu dem Thema inspirieren zu lassen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen.

„Wir möchten es nicht versäumen, uns für die tolle Veranstaltung in der letzten Woche zu bedanken. Es war großartig.“


„Glückwunsch zu der gelungenen Veranstaltung.“


„Es war sehr interessant und leider kann ich Ihnen keine konstruktive Kritik angedeihen lassen, weil alles perfekt organisiert war.“


„Wir haben viel mitgenommen, gute Vorträge, interessante Gespräche und viele neue Kontakt geknüpft.“


„Herzlichen Dank dafür.“

Teilnehmer über EINBLICK HR

Dargeboten wurden drei spannende und im Kern sehr kontrastierende Impulsvorträge. Zu den Referenten zählten Daniel Eckmann, Head of Center for Strategic Projects (CSP), dem Inhouse Consulting der Deutschen Telekom AG, André Schaefer, Manager Communications und Pressesprecher bei Stepstone sowie Aurelia Reichardt, Meeresbiologin beim British Antarctic Survey.

Mit Drive, Trust & Grow zum Teamerfolg

Den ersten Einblick in die praxisnahe Welt erfolgreicher Teamarbeit bot Daniel Eckmann. Beginnend mit der Anekdote, dass es bei der Deutschen Telekom AG nicht immer üblich war, sich öffentlich als Teil der Telekom-Familie zu präsentieren, leitete er in das Thema der emotionalen Bindung und Unternehmensidentifikation über. „Die Mitarbeiter zu Fans des eigenen Unternehmens machen“, lautete die Kernbotschaft Eckmanns in seinem Vortrag.

Denn Fans streben nach den gleichen Zielen und Werten, fühlen sich verbunden und bauen einen starken Gruppenzusammenhalt auf. Um das Gemeinschafts- und Zugehörigkeitsgefühl zum eigenen Unternehmen zu stärken, entwickelt die Deutsche Telekom AG eine eigene Marke, „Love Magenta“. Durch den Verkauf von magentafarbenen Artikeln wird der (#Werk-) Stolz jedes Einzelnen, Teil der Magenta-Welt zu sein, gefördert.

Daniel Eckmann Leiter Center for Strategic Projects (CSP) Telekom AG

Amerikanischer Spirit verbreitet sich in den Headquarters Deutschlands, CEOs werden bejubelt, eine neue Leidenschaft und Motivation haben sich bei den Mitarbeitern entwickelt. Zum weiteren Ausbau der neu gewonnen intrinsischen Motivation sollen gemäß der agilen Arbeitswelt basisdemokratische Entscheidungen nach dem Bottom-Up-Prinzip beitragen.

Mitarbeiter entscheiden eigenständig, an welchen Projekten sie mitwirken möchten. Wöchentliche Feedbackgespräche fördern die individuellen Lernprozesse. In diesem Kontext betont Eckmann insbesondere die Stärkung des Selbstbewusstseins der jungen Talente seines Teams und das Geben bester Lernimpulse zur kontinuierlichen Weiterentwicklung. Drive, Trust und Grow sind die drei zentralen Kernelemente, die nach Eckmann den optimalen Teamerfolg möglich machen.

Erfolgsgeheimnis Team

Überleitend von der Praxis in die Theorie präsentierte André Schaefer eine von Stepstone durchgeführte Studie zum Thema „Erfolgsgeheimnis Team“.

Um der Frage nachzugehen, wie Teams in Deutschland zusammenarbeiten und welche Faktoren für eine erfolgreiche Teamarbeit entscheidend sind, hat die Online-Jobbörse 14.000 Fach- und Führungskräfte befragt. Die Relevanz der positiven Teamarbeit ist unverkennbar, „denn schließlich verbringen wir in etwa ein Drittel unserer gesamten Lebenszeit in unserem Job; mehr Zeit als mit unserem Partner oder unserer Partnerin“.

André Schaefer Manager Communications und Pressesprecher Stepstone

Zentrale Faktoren, die diese Lebens- bzw. Arbeitszeit beeinflussen, sind nach Stepstone Teamführung, Zielorientierung, Kommunikation und psychologische Sicherheit. Die Befragten wünschen sich demnach Entscheidungen eigenverantwortlich zu treffen sowie die zuvor festgelegten Ziele selbständig zu verfolgen; eine regelmäßige persönliche Kommunikation innerhalb des Teams sei für die Befragten essentiell. Ebenso wirken sich – im Rahmen der psychologischen Sicherheit – ein Gefühl von Vertrauen, eine offene Fehlerkultur sowie ausreichend Raum für konstruktive Kritik und neue Ideen positiv auf den Teamerfolg aus.

Einleitend in die Handlungsfelder auf der HR-Seite, ging Schaefer weiterhin der Frage nach den wichtigsten Entscheidungen im Leben nach – Partner/in, Haus und Job scheinen für jeden die Antwort darauf zu sein. Doch die Entscheidung der richtigen Jobwahl wird selten auf Basis konkreter Erkenntnisse, Erfahrungen und Fakten getroffen.

Der Großteil der Bewerber wünscht sich vielmehr neben dem Vorgesetzten auch einen potenziellen Kollegen kennenzulernen. In der Realität ist dies jedoch nur bei etwa einem Viertel der Bewerber der Fall. Mit diesen Zahlen setzt Schaefer ein klares Signal an den Handlungsbedarf in der HR-Welt.

One Team, One Dream? Arbeit und Zusammenleben in der Antarktis

Als dritte Referentin bot Aurelia Reichardt dem Publikum einen völlig anderen Einblick in die Welt der Teamarbeit. „Isolation, Eiseskälte, Dunkelheit“ waren die einleitenden Schlagworte, die dem Auditorium das Leben in der Antarktis verdeutlichten.

Auf Basis eines 16-monatigen Aufenthalts auf der Rothera Research Station am südlichsten Punkt der Welt spricht Reichardt von einer Teamarbeit, die ganz besonderen Bedingungen ausgesetzt ist – eingeschränkte Privatsphäre, begrenzte Freiheiten, veränderte Arbeitsbedingungen, unvorhersehbares Wetter. Diese besonderen Umstände machen bei jedem Einzelnen spezifische Einstellungen und Verhaltensweisen erforderlich, um ein erfolgreiches Zusammenleben auf der Forschungsstation zu ermöglichen: Respekt, Toleranz, Rücksichtnahme, Professionalität und einige mehr persönliche Eigenschaften sind individuelle Voraussetzungen, die jeder mitbringen muss.

Aurelia Reichardt Meeresbiologin British Antarctic Survey

Weiterhin ist eine offene Kommunikation über Probleme und Differenzen notwendig, um den Teamerfolg nicht zu gefährden. Persönliche Meinungsverschiedenheiten haben auf Rothera keinen Platz, denn in der täglichen Teamarbeit ist es essentiell, auf die anderen Kollegen zu achten. Jede Person stellt einen lebensnotwendigen Part der Gruppe dar. Qualifikationen wie bspw. Erste-Hilfe-Sanitäter werden als „Job-on-top“ auf die Köpfe des Teams aufgeteilt. „So etwas schweißt zusammen“, betont die Meeresbiologin.

Denn fällt diese Person krankheitsbedingt aus, ist die Sicherheit des ganzen Teams bedroht. Die Einblicke von Aurelia Reichardt verdeutlichen, dass man auf Rothera nicht nur eine Arbeitsbeziehung pflegt. Bedingt durch die intensive Interaktion „lernt man den Menschen zu lesen“, sodass aus der anfänglich kollegialen Beziehung Freundschaft, wenn nicht sogar Familie, wird.

Unser Fazit

Ob Konzern oder Forschungsstation, ob Europa oder Antarktis – erfolgreiche Teamarbeit besitzt viele Gemeinsamkeiten, gleich an welchem Ort und in welchen Organisationen Menschen gemeinsam auf ein konkretes Ziel hinarbeiten. Die Vorträge haben in eindrucksvoller Weise den Blick dafür geschärft, worauf es bei erfolgreicher Teamarbeit ankommt, und was es bei jedem Einzelnen sowie im Team zu entwickeln gilt, um gemeinsam erfolgreich zu sein. Im inoffiziellen Teil des Abends bot sich eine Vielzahl an Möglichkeiten, an die inspirierenden Vorträge anzuknüpfen sowie im Austausch mit Kollegen Schlussfolgerungen für das eigene HR-Handlungsfeld zu ziehen. Den Blick auf den hell erstrahlenden Dom gerichtet, endete der Abend in lockerer und geselliger Runde.

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